Gemeinsam für den Frieden: Unser eTwinning-Projekt „Let’s stop war together“

Was bedeutet Frieden in Zeiten von weltweiten Konflikten? Wie können wir als junge Menschen selbst ein Zeichen setzen? Mit diesen zentralen Fragen hat sich die evangelische Religionsgruppe der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Im Rahmen des internationalen eTwinning-Projekts „Let’s stop war together“ blicken wir nun auf eine bewegende und produktive Zeit der internationalen Zusammenarbeit zurück.

Zusammen mit Partnerschulen aus der Türkei, der Ukraine, Italien, Spanien und Rumänien haben wir bewiesen, dass Glaube, Mitgefühl und Friedensarbeit keine Grenzen kennen.

Einblicke, die unter die Haut gehen

Besonders die Begegnung und der Austausch mit den Jugendlichen aus der Ukraine hat einen tiefen Eindruck hinterlassen. Im Religionsunterricht sprechen wir oft theoretisch über Nächstenliebe und Gerechtigkeit. Durch die Berichte aus erster Hand von Gleichaltrigen, die direkt von den Realitäten des Krieges betroffen sind, gewannen diese Werte eine völlig neue, greifbare Bedeutung. Die Förderung von Empathie und tiefem Mitgefühl, stand bei diesen Begegnungen im Mittelpunkt.

Vielfältige Friedensarbeit im Religionsunterricht

Wir haben uns auf ganz unterschiedlichen Wegen mit den Ursachen und Konsequenzen von Konflikten auseinandergesetzt. Das Schöne an der Verknüpfung mit dem Religionsunterricht war die Möglichkeit, christliche Friedensethik mit moderner, digitaler Praxis zu verbinden:

Kreativer Ausdruck und Gebet

Wir haben eigene Friedensbotschaften, Symbole, Texte und ganz persönliche Gebete formuliert. Diese kreativen Beiträge wurden mit den Partnerklassen geteilt, um zu zeigen: Wir stehen an eurer Seite. Interkultureller Brückenbau Die gesamte Kommunikation und die Arbeit in gemischten internationalen Teams fanden auf Englisch statt. Dies hat nicht nur unsere Sprachkompetenz gefördert, sondern auch den Blick für andere Kulturen und Konfessionen geweitet. Digitale und mediale Kompetenz Ob bei der gemeinsamen Gestaltung von Online-Präsentationen oder dem Austausch auf der eTwinning-Plattform – wir haben gelernt, digitale Werkzeuge zielgerichtet und verantwortungsvoll für die gemeinsame Sache zu nutzen.

Spuren im Schulalltag hinterlassen

Ein großes Anliegen des Projekts war es, die Friedensarbeit nicht nur im Klassenzimmer zu belassen, sondern sie in die gesamte Schulgemeinschaft hineinzutragen. Durch sichtbare Zeichen und Symbole im Schulgebäude sowie durch Project-Board haben wir den Frieden im Schulalltag ein Stück weit sichtbarer gemacht.

Fazit: „Together for peace and understanding!“

Das Projekt hat gezeigt, dass die Jugendlichen der 8., 9. und 10. Klasse bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für ein friedliches Miteinander starkzumachen. Der gemeinsame Blick über den eigenen Tellerrand und das Zusammenrücken mit Schulen aus ganz Europa war eine Bereicherung, die weit über das Schuljahr hinauswirken wird.

Angelika Hirmer

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