Bewusst entscheiden statt mitlaufen – Suchtprävention in den 7. Klassen

Wie viel ist eigentlich zu viel? Warum fällt es manchmal schwer, Nein zu sagen? Und wie gelingt es, auch unter Gruppendruck zu den eigenen Entscheidungen zu stehen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzen sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Workshop „Maßhalten“ auseinander.

Im Rahmen der Woche der Alltagskompetenzen ist für die 7. Jahrgangsstufe ein kompletter Schultag reserviert, an dem verschiedene lebensnahe Themen im Mittelpunkt stehen. Der Baustein „Maßhalten“ beschäftigt sich dabei mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Konsum und stärkt die Fähigkeit, bewusste Entscheidungen zu treffen.

Anhand realistischer Alltagssituationen reflektieren die Jugendlichen ihren eigenen Umgang mit Medien, Süßigkeiten oder Alkohol. Gleichzeitig erhalten sie wertvolle Anregungen, wie sie Gruppenzwang erkennen, selbstbewusst Grenzen setzen und überzeugend Nein sagen können – ohne dabei das Gefühl zu haben, „uncool“ zu wirken.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Lebenskompetenzen, Alkohol, Vapes und Cannabis. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern vor allem die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Wer seine eigenen Werte kennt, Risiken einschätzen kann und Strategien für schwierige Situationen entwickelt, ist besser darauf vorbereitet, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Das Besondere am Workshop ist die abwechslungsreiche Gestaltung: Spielerische und aktive Methoden wechseln sich mit anschaulich aufbereiteten theoretischen Inputs ab. Dadurch werden die Jugendlichen nicht nur informiert, sondern aktiv in den Lernprozess eingebunden. Die praxisnahen Übungen regen zum Nachdenken, Diskutieren und Ausprobieren an und machen deutlich, dass Suchtprävention weit mehr ist als das Vermitteln von Fakten – sie bedeutet, junge Menschen auf ihrem Weg zu selbstbestimmten und verantwortungsvollen Entscheidungen zu begleiten.

Dass dieses Konzept bei den Schülerinnen und Schülern gut ankommt, zeigen auch die Rückmeldungen im Anschluss an den Workshop. Die durchführenden Tandems erhielten zahlreiche positive Kommentare. Viele berichteten, dass ihnen die abwechslungsreichen Methoden, die alltagsnahen Beispiele und die Möglichkeit zum Mitmachen besonders gut gefallen hätten. So wurde nicht nur gelernt, sondern auch mit viel Engagement und Freude gearbeitet – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Inhalte nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Manuela Meixner für das Suchtpräventionsteam (Frau Baier, Frau Buckley, Frau Jocher, Frau Lösch, Frau Tölg)